DGTD Tagung 2018

Einführung

Aus vielen Ichs ein Selbst?
Trauma, Dissoziation und Identität

Tagungsort: Erbacher Hof, Mainz
Datum: 14. und 15. September 2018

Was wird aus Menschen, die ihre fundamental erschütternden Erfahrungen von frühen Verlusten und emotionaler, körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt durch strukturelle Dissoziation abspalten mussten? Die keine einheitliche Identität entwickeln, sondern "Viele" werden mussten?

Wir möchten uns zwei Tage lang mit unseren geladenen ExpertInnen u.a. mit Alexander Jatzko und Ellert Nijenhuis sowie mit einigen ehemaligen und Noch-"Vielen", in Workshops und Diskussionen über die Verläufe unterhalten.

  • Wie verändert sich das Gehirn von Menschen, die komplexe dissoziative Störungen entwickelt hatten, wenn sie allmählich integrieren?
  • Was bedeutet Integration überhaupt?
  • Welchen Preis zahlen Betroffene, wenn sie auch in ihrem Alltagsbewusstsein mehr über ihre Gedächtnisinhalte verfügen?
  • Wie hält man das aus, wenn man zunehmend versteht, wie es war, wie es ist, und was geworden wäre, wenn…?
  • Wie verarbeitet man die eigene traumatische Lebensgeschichte?
  • 
Was tun mit Schmerzsyndromen, Trauerprozessen und den teils bitteren Erkenntnissen über die eigene Vergangenheit und die Grenzen der Aufarbeitungs-Möglichkeiten? Bleiben einige Viele – und warum?
  • Integrieren andere zu einem "Ich" – und was bedeutet das?

Diese und viele weitere Fragen versuchen wir zu besprechen in Podiumsdiskussionen, kreativen Workshops 
und auch in den Pausen im Austausch mit Ihren Erfahrungen aus Praxis, Klinik und Beratungsstelle, Pflegeheim und Selbsthilfegruppen, Schulen und Heimen.

Wir freuen uns auf Sie!

Michaela Huber,
1. Vorsitzende DGTD e.V.

In Kooperation mit dem Traumainstitut Mainz